04.09.2018

Frankfurt und der Brexit

Der Brexit wird real....

Monatelang wurde darüber geredet, was passiert, wenn die Folgen des Brexits in Frankfurt ankommen und nun sehen wir die ersten Anzeichen, wie es werden könnte. Die ersten Bankmitarbeiter siedeln sich langsam in der Rheinmain-Metropole an und diverse Banken sind schon eifrig mit dem Umzug nach Frankfurt beschäftigt.

Doch Großbritanniens Entscheidung für den Austritt aus der EU hat noch ganz andere Folgen: London verliert nicht nur für Banken an Attraktivität, sondern auch für viele andere Finanzfirmen, die ihre Zukunft nun verstärkt in Hessens Bankenmetropole sehen.

Dies führt dazu, dass mehr Wohnraum und mehr Personal in sämtlichen Bereichen benötigt wird-vor allem aber in jedem Sektor, der Internationalität fordert. Dazu gehören internationale Schulen oder Kindertagesstätten genauso wie die Finanzbranche. 

Gehälter könnten dann auf Dauer ansteigen und die Wirtschaftsleistung Hessens könnte sich merklich verbessern. Mehr Arbeitsplätze entstehen und generell fließt mehr Geld nach Frankfurt und Hessen.

In welchem Ausmaß sich diese Veränderung bemerkbar macht, ist jetzt noch unklar, solange die Verhandlungen zwischen Brüssel und London geführt werden. Klar ist jedoch, dass der Brexit  Veränderungen in Frankfurt herbeiführen wird.

Diese könnten allerdings auch geringer ausfallen als bisher erwartet:

Paris kristallisiert sich als starker Konkurrent heraus. Viele Firmen und Banken erwägen sogar sich nicht zentralisiert auf einen Standort festzulegen, sondern sich an verschiedene Standorte anzusiedeln um somit Mobilität und Flexibilität europaweit zu gewährleisten.

Doch jede Medaille hat eine Kehrseite: Es ist eine Gradwanderung Frankfurts gesellschaftlichen Multikulturalismus  beizubehalten, wenn die Upperclass Londons ihr Machtzentrum hier eröffnet.

Internationalität und Weltoffenheit machen Frankfurt zu der charmanten Bankenmetropole, die sie heute ist. Vielseitigkeit und Universalität prägen das Frankfurter Gesellschaftsbild. Verschiedenen Gesellschaftsschichten leben hier friedlich zusammen und bestimmen dieses einzigartige Flair der Stadt.

Doch dieser Charme könnte durch eine soziale Eindimensionalität ersetzt werden.

Eine Verteilung der Londoner Arbeiter an verschiedene Standorte wäre im Hinblick auf die gesellschaftlichen Folgen also durchaus vorteilhaft.

Der Immobilienmarkt spürt ebenfalls seit einiger Zeit die Auswirkungen: Immobilienpreise steigen an und innerstädtisch sind kaum noch Objekte für den Ottonormalverbraucher zu finden. Luxusimmobilien wurden verstärkt gebaut und man rechnet mit einem starken Zuwachs an deren Bedarf.

Unabhängig davon, welches Ausmaß der Austritt Großbritanniens auf Frankfurt hat, die Stadt wird sich den neuen Einwohnern und deren Bedürfnissen anpassen müssen. Die Politik wird ebenfalls sich vor neuen Herausforderungen sehen um den neuen und alten Bürgern gerecht zu werden. 

 

 

Frankfurt and the Brexit

 

The Brexit becomes real....

 

It was discussed for months, and now it seems like to get real: The first signs of the Brexit have already been noted in the city. A lot of Europe's largest financial institutions have already announced their intention to relocate jobs or already have settled first company locations here. 

But the decision of the UK to leave the EU has other, unexpected effects: Frankfurt is not only interesting for the banking industry, but also for the whole financial sector. A lot of international companies see their future in Frankfurt and want to focus their business here.

If this gets real, than the city needs more living space, more stuff in different sectors and the politicians need to admit that the needs of the citizens probably will change.

The general salary will increase and the economic performance of the State of Hesse will also grow up. The Brexit is having an effect across whole Europe and especially in the State of Hesse. It generates new financial flows across the state.

In addition to the effects of that, not all modifications will be positive.

Now Frankfurt is a multicultural, open-minded city with different social groups in all social classes. The increase of banking industry could have negative effects to the citizens of the bottom layers.

Currently Paris is still in a strong competition with Frankfurt. A lot of companies think about to locate their business in different European cities. They want to be flexible and movable across Europe.

Independent of the extent of the Brexit, it is clear that there will be changes for sure.  And Frankfurt needs to be ready for it.

Zurück

Über WohnRaumAgentur

Wir verfügen über 20 Jahre Erfahrungen im Bereich Immobilien mit dem Spezialgebiet möbliertes Wohnen auf Zeit in Frankfurt und Umgebung. In unserem Angebot finden sich mehrere tausend möblierte und nicht möblierte Wohnungen und Apartments.

Bei allen Fragen rund um das Thema Wohnen auf Zeit stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

 

Adresse

WohnRaumAgentur
Voltastrasse 76
60486 Frankfurt / M
(069) 71 91 23 - 0
(069) 71 91 23 - 23