Nachts funkeln die bunten Lichter in der Kaiserstraße und ihren Seitenarmen. Das Bahnhofsviertel schläft nie und auch zur späten Uhrzeit herrscht hier reges Treiben. Zwischen Bordellen, Strip-Bars und Kneipen ist das Bahnhofsviertel weit über die Frankfurter Grenzen hinaus bekannt. Früher jagte es vielen einen Schrecken ein: Touristen und Nutzer der Kurzzeit-Miete sollten damals das Viertel meiden. Die vielen Drogensüchtigen und Obdachlosen bescherten vielen ein mulmiges Gefühl. Heutzutage sieht das anders aus: Das Bahnhofsviertel erfreut sich großer Beliebtheit und man hat einen Weg gefunden, sich mit den Gegebenheiten zu arrangieren.
Drogen sind zwar weiterhin ein Problem, dennoch zieht es viele "Wohnen auf Zeit" Mieter in die vielen möblierten Apartments und ausgestatteten Wohnungen rund um das Frankfurter Bahnhofsviertel. Die Nähe zum Hauptbahnhof, dem Mainufer und der Innenstadt sowie der Mainzer Straße mit ihren vielen Büros, machen das Bahnhofsviertel praktisch und bei der Wohnungssuche attraktiv. Beliebtheit unter Wohnungssuchenden in Frankfurt schafft es aber auch durch die Multikulti-Atmosphäre, die internationale Küche und die vielseitige, unterschiedlichen Menschen.
Das Bahnhofsviertel blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück: Entstanden ist es im Wesentlichen im Kaiserreich. Nach Zerstörungen der Weltkriege erfolgten immer wieder Sanierungen. Das Nachtleben kam dann mit der Besatzung der alliierten Streitkräfte und hält bis heute an. Die Bewohner der möblierten Apartments oder unmöblierten Wohnungen erfreuen sich an einer Vielzahl an Bars, Kneipen, Restaurants und Diskotheken. Im Bahnhofsviertel ist bis heute alles an nächtlichen Vergnügungen zu finden.
Doch mit der Vergangenheit kam auch die größte Herausforderung: die Drogen. Frankfurt und die Umgebung um das Bahnhofsviertel wurden zum Drogenumschlagsplatz, spritzende Heroinsüchtige auf offener Straße am helllichten Tag, benutztes Drogenbesteck in öffentlichen Anlagen und Drogentote.
Eine Wohnung mit Möbeln, ein Immobilienkauf oder das Mieten einer unmöblierten Wohnungen – zu dieser Zeit für viele undenkbar. Natürlich ließ das die Mietpreise sinken. Die Bevölkerungsstruktur zeichnete sich durch sozial benachteiligte Menschen aus. Frankfurt galt aus Drogenhochburg und man beschloss dem mit dem "Frankfurter Weg" entgegen zu wirken. Einen Weg aus Liberalität, Alternative und Kontrolle. Drogenschmuggel wollte man bestmöglich einerseits verhindern, andererseits erschuf man legale Konsumräume, in denen Drogenabhängige mitgebrachte Drogen konsumieren konnten. Sauberes Zubehör wie Spritzen und Wasser wurden kostenlos gestellt. Die spritzenden Süchtigen verschwanden langsam von den öffentlichen Straßen und Parks. Die Anzahl der Drogentoten sank.
Das Viertel rappelte sich wieder auf. Die Nähe zu der Innenstadt, die vielen Büroflächen und die kulturelle Vielfalt locken heute viele Kurzzeitmieter und Pendler an. Junge Menschen aus Wohnungssuche in Frankfurt wenden sich dem trendigen Viertel immer mehr zu. Heutzutage ist das Frankfurter Bahnhofsviertel hip und trendig.
Investmentbänker speisen hier zu Mittag, Feierwütige toben sich hier Nacht für Nacht aus und junge Mütter sowie Väter kaufen internationale Spezialitäten im Bahnhofsviertel ein. Immer mehr Menschen wollen ein möbliertes Apartment mieten oder dauerhaft in einer unmöblierten Wohnung hier leben. Investoren sind interessiert an einem Immobilienkauf rund um das Viertel und Verkäufer von Immobilien in Frankfurt und Vermieter erfreuen sich im Bahnhofsviertel an gestiegenen Preisen.

